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Pressearchiv 2005

Hohenlohe hat ein Riesenpotenzial

Hohenloher Tagblatt, 16.09.2005, S. 21, "Leistungsträger stellen Region vor / Hohenlohe hat ein Riesenpotenzial", Artikel v. Bernulf Schlauch: Hohenlohe mausert sich mit seiner landschaftlichen, kulturellen und kulinarischen Vielfalt bundesweit mehr und mehr zum Geheimtipp für Tourismus- und Foodexperten.

Landkreis Hall.  Eine Pressereise mit Fachjournalisten und deren positives Echo im Blätterwald machte dies vor kurzem wieder deutlich. Organisiert wurde die Reise durch Hohenlohe von Roger Heidt von der Tourismusmarketing GmbH Baden-Württemberg und Andreas Dürr vom Tourismusverein Hohenlohe und Schwäbisch Hall.

Zwei Tage lang tourten die Journalisten unter dem Motto „Ess- und Fahrgenuss in Hohenlohe“ durch die Landschaft, schauten sich kulturelle Höhepunkte an und ließen sich in Spitzenrestaurants hohenlohische Spezialitäten munden. Highlights waren unter anderem die Henry Moore Ausstellung in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall sowie die hohenlohischen Stammschlösser Weikersheim und Langenburg, die Philipp Fürst zu Hohenlohe Langenburg präsentierte.

Nach dem Leitsatz keine gute Küche ohne regionaltypische Produkte war auch die Besichtigung von Erzeugerbetrieben angesagt. Auf dem nach Demeterrichtlinien bewirtschafteten Mäusdorfer Brunnenhof wurde die Aufzucht der Hohenloher Landgöckel und Freilandputen begutachtet. In der Jagstmühle Heimhausen stellte Zuchtleiter Dieter Kraft die Limpurger Ochsen vor, die als schmackhaftes Boeuf de Hohenlohe auf dem Teller landen. Und das Weingut Gaufer in Ingelfingen führte in die Eigenheiten des Kochertäler Weines ein. Mit von der Partie war der Manager der Würth Gastronomie, Heinz Schiebenes, der im Haller Sudhaus und im Sternehotel Ailringer Amtshaus auftischen ließ; sowie Otto Geisel vom Hotel Victoria in Bad Mergentheim, der zu regionaltypischen Spezialitäten Weine von der Tauber-Edition kredenzte.

Die Tauber-Edition ist ein Zusammenschluss von zehn Winzern, die nach strengen Qualitätsrichtlinien (keine Pestizide, Handlese, begrenzte Höchsterträge, ausgewählte Lagen) Spitzenweine herstellen. Nach dem Motto eine Region muss schmeckbar sein, sieht Otto Geisel in Hohenlohe ein Riesenpotential an regionaltypischen Delikatessen, das vom Mäusdorfer Landgockel, über den Atzenroder Blauschimmelkäse bis zum Boeuf de Hohenlohe und dem Hällischen Schwein reicht. Ähnlich den vergleichbaren Regionen wie die Provence oder Piemont müsse sich Hohenlohe als Markenbegriff etablieren. Eine „Klein-Klein-Tourismuswerbung“ der einzelnen Landstriche in Hohenlohe hält er ebenso falsch wie das Segeln unter dem Dachbegriff Heilbronn-Franken. Die Zeichen der Zeit hat auch Andreas Dürr vom Tourismusverein Hohenlohe +Schwäbisch Hall erkannt. Ziel der Tourismuswerbung dürfe nicht der Massentourismus sein, sondern ein nachhaltiger Tourismus, der neben den kulturellen Highlights auch die Kleinode Hohenlohes zum Vorschein bringt, kombiniert mit den regionaltypischen Eigenheiten der Landschaft und ihren kulinarischen Spezialitäten. Dass Hohenlohe hier punkten kann, zeigt sich, so Andreas Dürr, auch an den steigenden Tourismuszahlen.

 
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